Im Nordosten Portugals liegt ein wunderschönes Naturschutzgebiet: Faia Brava. Leider verschwindet immer mehr Natur aufgrund von Waldbränden, Landwirtschaft und Schafzucht. Die Region trocknet aus, und die Landschaft verwandelt sich langsam in eine eintönige Ebene. Da der Boden ausgetrocknet ist, wächst neue Natur nur langsam nach. Gemeinsam mit „Trees for All“ und deren lokalem Partner renaturieren wir die Wälder mit einheimischen Baumarten wie Steineiche und Korkeiche.
Seit nunmehr drei Jahren pflanzen wir Bäume im Naturschutzgebiet Faia Brava in Portugal. In dieser Zeit wurden vom lokalen Partner von Trees for All, Faia Brava, verschiedene Ansätze erprobt, daraus Lehren gezogen und Anpassungen vorgenommen. Einige Bäume werden in eingezäunten Bereichen angebaut, in denen eine große Vielfalt an Bäumen und Sträuchern wächst. Die hohe Pflanzdichte in Verbindung mit dem Schutz vor weidenden Pferden und Wildschweinen verschafft den jungen Bäumen bessere Überlebenschancen.
In schwer zugänglichen Bereichen, wie beispielsweise in Felsspalten, kommt eine andere Methode zum Einsatz. Dort werden Eicheln gepflanzt, was sich als wirksame Strategie erwiesen hat, da Wildschweine die Eicheln an diesen Stellen nicht fressen. Die Methode hat bereits vielversprechende Ergebnisse gezeigt: Mehrere Eicheln haben sich zu jungen Eichenbäumen entwickelt.
Die gepflanzten einheimischen Arten sind Steineichen, Wacholder und Korkeichen. Die ersten beiden Arten gedeihen im Klima von Faia Brava prächtig. Steineichen verbreiten ihre Samen sogar auf natürliche Weise, wodurch der Bedarf an manueller Pflanzung sinkt. Korkeichen stehen hingegen aufgrund des trockenen Klimas vor größeren Herausforderungen.
Neben der Baumpflanzung wurden auch Maßnahmen zur Brandverhütung umgesetzt. Das Team vor Ort hat mehrere Wasserbecken angelegt, die in Trockenperioden Wasser liefern und gleichzeitig die Artenvielfalt in der Region fördern. Diese Wasserbecken ziehen verschiedene Wildtiere an und tragen zur Brandverhütung bei. Das Team führt außerdem Baumschnittarbeiten durch, um die Anfälligkeit der Bäume für Brände zu verringern. Darüber hinaus wurden Brandschneisen angelegt, die aus Streifen bestehen, die frei von Vegetation und anderen brennbaren Materialien sind.
Um junge Bäume herum werden zudem natürliche Materialien wie Kompost und Gras ausgebracht, um den Boden vor Sonne, Wind und Wasser zu schützen und gleichzeitig seine Qualität zu verbessern. Auch wenn das Wachstum der jungen Bäume in diesem Gebiet nur langsam voranschreitet, gibt es deutliche Anzeichen für Fortschritte. Die dreijährigen Eichen haben bereits Kniehöhe erreicht.
Dennoch sind die jungen Bäume aufgrund der extremen saisonalen Bedingungen weiterhin Gefahren wie Austrocknung und Ertrinken ausgesetzt.
Lesen Sie ausführlichere Informationen von unserem Partner im Bereich Aufforstung, „Trees for All“:22.000 gepflanzte Bäume in Portugal – Trees for All